Beatrice Marasco will frischen Wind in den Weinfelder Stadtrat bringen

Medienmitteilung

Beatrice Marasco will frischen Wind in den Weinfelder Stadtrat bringen

Treuhänderin Beatrice Marasco kandidiert für den Stadtrat. Zur GLP fand sie, weil deren Werte laut Recherche am besten zu ihren passen. Dennoch betont sie ihre Unabhängigkeit: Sie will keine Parteimarionette sein, sondern als „Weckruf“ für Dynamik sorgen. Ihr Fokus liegt auf Bürgernähe auf Augenhöhe – etwa durch „Speed-Dating“ mit dem Volk. Mit ihrer Erfahrung in Finanzen und Sicherheit will sie vorausschauende Politik für die Stadt gestalten.

Bericht in den Weinfelder Nachrichten vom 16. April 2026

Speed-Dating mit dem Stadtrat

Die Treuhänderin tritt im November bei den Gesamterneuerungswahlen des Weinfelder Stadtrats an.

Auf kleinem Raum regelt Bearice Marasco nicht nur Steuerfragen, sondern oft auch das Leben ihrer Kundinnen und Kunden. Jetzt will die Treuhänderin ihre Erfahrung und Menschenkenntnis in die Weinfelder Politik einbringen und kandidiert für den Stadtrat.

Beatrice Marasco öffnet lachend die Tür ihres Büros. Ein schmaler Anbau an ihr geschichtsträchtiges Haus von 1920. Auf knapp 30 Quadratmeter teilen sich das dreiköpfige Team den Arbeitsplatz. «Kurze Wege», sagt sie und schmunzelt. Nur ein Durchgang trennt das Treuhandbüro vom Lokal des Billard Clubs Weinfelden, wo sie Mitglied ist. Ressourcen sinnvoll nut-zen, liegt ihr im Blut. Aktuell stapeln sich Steuererklärungen auf ihrem Schreibtisch. Ein Adlerblick und analytisches Denken sei erforderlich. Eigenschaften, welche in einem Stadtrat sicherlich willkommen wären. Beatrice Marasco erzählt von ihrer Arbeit als Treuhän-derin, welche alles andere als gewöhnlich ist.
Für sie zählt der Mensch mehr als Zahlen und Fak-ten. «Die Themen der Kundinnen und Kunden sind wild durchmischt. Einmal wurde ich um einen Ratschlag gebeten, weil der Vater des gemeinsamen Kindes einer Kundin diese nicht heiraten wollte», sagt sie.«Auch schon plante jemand eine Auswanderung». Eine Geschichte bleit ihr besonders in Erinnerung. «Eine Mutter meldete sich, weil ihr Sohn eine Handyrechnung von 2000 Franken bekam, da er eine gewisse 900er-Nummer zu oft wählte. «Manchmal gehört sogar das Ausräumen eines Kühlschrankes oder das Vermitteln eines Büsis zu meinem Beruf», sagt sie und wendet den Blick kurz ab bevor sie mit ruhiger Stimme fortfährt. «Ich begleite meine Kunden und Kundinnen nicht selten bis zum letzten Atemzug», erzählt die 55-Jährige, «und darüber hinaus.»

Eine Person, keine Partei

Sie gibt sprichwörtlich alles für ihre Kundschaft. «Und das möchte ich auch für die Weinfelder Bevölkerung tun», sagt die zweifache Mutter. Den ersten Versuch wagte sie ganz spontan im letzten Herbst. Sie kandidierte überraschend auf den frei werdenden Sitz von Hans Eschenmoser. Damals heiss diskutierte Themen wie «welche Partei hat welchen Sitz zugute» oder «es braucht unbedingt eine weitere Frau im Stadtrat» beschäftigen sie noch heute. Zu beiden hat sie eine klare Meinung. «Das Stimmvolk wählt eine Person, nicht eine Partei in den Stadtrat», sagt sie deutlich. Die Parteizugehörigkeit habe rein faktisch keine Relevanz. Und doch schloss sie sich kürzlich einer an. «Ich bin selbst überrascht, dass es die GLP ist», sagt sie und lacht. Sie habe recherchiert und die Parolen der Ortsparteien der letzten Jahre bei Abstimmungen angeschaut. «Dabei habe ich festgestellt, dass die GLP am ähnlichsten mit meinen Werten übereinstimmt.» Und genau diese sprach sie an der Beizenfasnacht an.
«Die Mitglieder, welche ich bisher kennenlernte, sind sehr sympathisch. Auch hier geht es mir vor allem um die Menschen hinter den Kulissen.» Dann kommt ihr etwas in den Sinn: «Was mir wichtig ist: Ich spreche in diesem Kontext immer in meinem Namen, nicht in dem der Partei.» Eine Marionette werde sie keinesfalls sein. «Es ist einfach Fakt, dass man mich noch nicht gut in Weinfelden kennt. Als Parteilose wäre ein Wahlsieg unrealistisch.» Andere Medien berichteten, dass die GLP mit Bea Marasco nun «den Status quo angreife».
Mit dieser Aussage könne sie sich nicht identifizieren. «Ich finde, dass meine oder generell eine Kandidatur bei Gesamterneuerungswahlen die Dynamik positiv beeinflusst, sonst ware die Alternative-Frage
«Arbeitet man anders, wenn man nichts zu verlieren hat?». Es soll also ein Ansporn an die Stadtratsmitglieder sein, ihr Wirken zu reflektie-ren. «Und dies sage ich ganz im positiven Sinne, quasi als Motivatorin.»
Wer den Platz am ehesten freigeben müsste, fragen wir. «Man denkt vielleicht derjenige, der am kürzesten im Amt ist. Doch ich sehe das an-dersherum.» Es sollen auch neue Gedenken, neue Stimmen die Chance bekommen, im Stadtrat mitzuwirken. «Meine Kandidatur soll ein Weckruf sein.»

Alles kostet Geld

Ein Engagement kann sie sich in jedem Ressort vorstellen. «Ich war über 20 Jahre Feuerwehrfrau, das Thema Sicherheit und Verkehr liegt mir demnach. Dazu trete ich regelmässig als Pianistin auf und würde mich auch bei kulturellen Themen wohl fühlen, als langjährige HEV-Präsidentin aber auch im Ressort Hochbau. Ihre soziale Ader merkt man aus ihren Erzählungen heraus, ohne dass sie es selbst sagt. Ausser mit Sport habe sie keinen persönlichen Bezug.

«Weinfelden erlebt in den nächsten Jahren Herausforderungen. Egal um welche Projekte es sich handelt, sie kosten Geld. Auch wir bleiben nicht vor der Teuerung verschont.» Eine Sache dabei sei am wichtigsten: «Das Verständnis. Eine Stadtverwaltung muss so kommunizieren, dass das Volk es versteht. Was bringt es sonst, wenn nur Dirigenten tagen, obwohl es um die Belange des Orchesters geht?», sagt sie und anstatt zuschmunzeln, schaut sie eher besorgt. «Als Bürgerin und Bürger erwartet man, dass man als Stadt langfristig plant. Das geht jedoch nicht mehr in dem Ausmass wie es früher. Die Welt entwickelt sich so schnell. Man muss sich bewegen und vorausschauend sein wird immer schwieriger.» Dies schalle man nur, wenn man laufend die Bedürfnisse der Bevölkerung abfragt. «Unverständnis kostet Geld und Ressourcen.» Marasco denkt zum Beispiel an Veranstaltungen auf dem Markt-platz, bei dem Tische aufgestellt werden und an jedem einer der Stadträtinnen und Stadtrate Platz nimmt. «Und dann kann das Speed-Dating mit der Bevölkerung starten», sagt sie und dieses Mal lächelt sie. «So kommt man mit den Leuten ins Ge-spräch, nicht nur mit der Einladung, die Tür des Stadthauses sei immer offen.» Der Kontakt mit der Bevölkerung müsse so niederschwel-lig wie möglich gehalten werden. «90 Prozent unseres Denkens ist emotional gesteuert. Bei solchen Begegnungen hat Weinfelden die Chance, auf Augenhöhe zu kommunizieren.»
Auch ist sie überzeugt, dass man bereits abgeschlossene Projekte periodisch einer Kontrolle unterziehen muss, ebenso die bestehenden Zen-trumslasten, deren grundlegende Neuverteilung der Kostendeckung sie befürwortet. «Die umliegenden Gemeinden dürfen mehr in die Verantwortung genommen werden.»
Sie vertritt klare Meinungen, doch: «Ich bin kein Mensch der polarisiert. Ich möchte Weinfelden etwas Gutes tun und freue mich völlig entspannt auf das Wahlergebnis.» In den nächsten Tagen trifft sie sich mit Parteikolleginnen und -kollegen sowie einem Wahlkampfspezialisten um die Zeit bis zum Urnengang zu planen. «Fotos muss ich neue machen», sagt sie. «Mein Pony ist zu lang, ich muss noch zum Friseur.»

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